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Strudlhofstiege
Strudlhofstiege

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Die 1910 eröffnete Treppenanlage wurde nach einem Entwurf von Johann Theodor Jaeger aus Mannersdorfer Kalkstein (Leiser Berge, Weinviertel) erbaut und gilt als bedeutendes Bauwerk des Jugendstils. 1984 wurde die Stiege renoviert.

Sie ist, wie die Gasse, nach dem Bildhauer und Maler Peter Strudel benannt, der oberhalb der Stiege ein Grundstück besaß und dort 1690 den Strud(e)lhof errichten ließ. Die Anlage ist mit einem zweiteiligen Brunnen geschmückt.

Der 1951 erschienene Roman „Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ des österreichischen Autors Heimito von Doderer ist nach dieser Freitreppe benannt, in deren Umkreis einige zentrale Ereignisse des Romans spielen. Seine Widmung an diesen Ort:

„Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.

Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer“.

Heimito von Doderer: Auf die Strudlhofstiege zu Wien

Sightseeing rund um die Stiege Ganz in der Nähe liegt das Palais Liechtenstein. Das Lycée francais ist auch ganz in der Nähe, aber kein Sightseeing-Standort.

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