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Graben Wien     >>

Graben Wien
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Der Graben Wien verläuft an der Stelle des ehemaligen Grabens vor der südwestlichen Umwallung des römischen Kastells Vindobona. Auch vor der mittelalterlichen, zwei bis drei Meter dicken und sechs Meter hohen Burgmauer war dieser Graben noch immer vorhanden. Am Ende des 12. Jahrhunderts kam es zur babenbergischen Stadterweiterung, die durch das Lösegeld für Richard Löwenherz finanziert wurde. Dabei wurde der Graben zugeschüttet und zur Straße am Rande der erweiterten Stadt.
Daraus ergaben sich unterschiedliche Bebauungen nördlich und südlich des Grabens. Unregelmäßig im Norden, regelmäßig in der neuen Stadterweiterungszone.

In der Zeit des Barock wurde der Graben zum Schauplatz von Huldigungsfeiern und Festzügen. Fassaden wurden reich dekoriert. 1708 wurde die Peterskirche neu errichtet.
Die Marktnutzung wurde zurückgedrängt, der Graben wurde zum Hauptschauplatz des städtischen Lebens und zum bevorzugten Promenadeplatz. Im 19. Jahrhundert wurde der Graben durch zahlreiche Umbauten verbreitert und „reguliert“. Der Graben als Geburtsstätte des Fortschritts:
1974 wurde hier versuchsweise die erste Fußgängerzone Wiens eingerichtet.

Sightseeing Pestsäule aus Untersberger Forellenmarmor, 18 m hoch, 1692.
Der Graben Wien ist der schönste Straßenzug in der Wiener Innenstadt. Aufgrund seiner Breite bietet er Licht und den Blick auf die Fassaden der Häuser. Am oberen Ende grenzt er an den Kohlmarkt, am unteren mündet er in den Platz um den Stephansdom.

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