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Liebenberg
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Johann Andreas von Liebenberg war ab 1680 Bürgermeister von Wien. Drei Jahre später, bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung überwachte er die Vorbereitungen für die Verteidigung und die Schanzarbeiten und organisierte die Bürgerwehr. Er starb am 10. September 1683, 2 Tage vor dem Sieg des Entsatzheeres (Jan Sobieski) über Kara Mustafa.

Am 12. September 1890 wurde ihm zu Ehren das Denkmal vor der Mölker Bastei und gegenüber der Universität enthüllt. Es zeigt die Viktoria an der Spitze des Obelisken. Der Löwe hält mit der Pranke einen Türkenschild. Liebenberg ist auch in der Ankeruhr am Hohen Markt verewigt.

Kommentar des Autors:
Das Denkmal liegt in zentraler Lage, inmitten zahlreicher anderer Sightseeing Standorte. Es wird jedoch nicht sehr stark wahrgenommen, auch viele Wiener kennen es nicht. Dafür ist der Kampf gegen die Türken Thema vieler Sagen und Legenden, an denen kein Schulkind in Österreich vorbeikommt. Die Türkenbelagerungen nehmen im Geschichtskanon eine einflussreiche Position ein. Die Türkengefahr wird noch heute von rechtspopulistischen Politikern bemüht, wenn es gilt, mit kulturkämpferischen und religiösen Positionen Ängste zu schüren und mit der Angst vor dem Fremden zu punkten.

Die letzten beiden Papstbesuche fanden in Wien jeweils um den 12. September statt. 1983 sogar genau am 200. Jahrestag. Der polnische Papst Wojtyla las eine Messe im Donaupark, in Sichtweite des Leopoldsberges, von wo das polnische Entsatzheer der Eroberung des Abendlands einen Riegel vorschob.

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