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Judenplatz Wien
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Der Judenplatz Wien liegt gleich neben den Hof und war im Mittelalter der Mittelpunkt der Wiener Judengemeinde. Hier befanden sich neben der Synagoge das Haus des Rabbi und die Judenschule. 1420/21 erreichte die Judenverfolgung einen blutigen Höhepunkt. Von denen, die überlebten, wurden 200 anschließend im Stadtteil Erdberg lebendig verbrannt. Daran erinnert die Gedenktafel auf Haus Nr. 6.

In der Mitte des Judenplatz Wien steht heute das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa, gestaltet von der englischen Künstlerin Rachel Whiteread. Auf Bodenplatten sind die Namen jener Orte eingraviert, an denen österreichische Juden während der NS-Herrschaft ermordet oder getötet wurden. Im Misrachi-Haus (Nr.8) sind die Namen und Daten von 65.000 ermordeten österreichischen Juden dokumentiert.

Geschichte des Judenplatz Wien

Ebenfalls auf dem Platz befindet sich das Denkmal des deutschen Dichters Gotthold Ephraim Lessing, eine 2. Skulptur des französischen Künstlers Charoux). Die erste Skulptur wurde 1939 von den Nationalsozialisten eingeschmolzen. Lessings „Ringparabel“ im Drama „Nathan der Weise“ gilt als Schlüsseltext der Aufklärung und als pointierte Formulierung der Toleranzidee. 1962-65 schuf Charoux ein zweites Lessing-Denkmal aus Bronze, das 1981 vom Ruprechtsplatz auf den Judenplatz übersiedelt wurde. Heute ist der Judenplatz ein ruhiger Ort in der Wiener Innenstadt und lädt zur Besinnung ein. Einige Lokale säumen den Platz. Die Abwesenheit von Autoverkehr ist der Würde des Ortes dienlich. Eine Parkgarage gibt es am benachbarten Am Hof .

Der Judenplatz ist in unmittelbarer Nähe weiterer Sehenswürdigkeiten: Der erwähnte Platz Am Hof, der Graben, der Kohlmarkt mit dem Michaelerplatz, die Freyung gehören ebenso dazu, wie das benachbarte Uhrenmuseum, welches zum Wienmuseum am Karlsplatz gehört.

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